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Encryption

Encryption bezeichnet die Umwandlung von Daten in eine geschützte Form, sodass nur autorisierte Parteien die Informationen lesen oder nutzen können.

Was ist Encryption?

Encryption, im Deutschen meist als Verschlüsselung bezeichnet, ist ein zentrales Verfahren der Informationssicherheit. Dabei werden lesbare Daten mithilfe mathematisher Verfahren in eine Form umgewandelt, die für Unbefugte nicht interpretierbar ist. Der Zugriff auf den ursprünglichen Inhalt ist nur mit dem passenden Schlüssel möglich. Ziel ist es, Vertraulichkeit, Integrität und in vielen Fällen auch die Authentizität von Informationen sicherzustellen. Encryption schützt Daten sowohl bei der Speicherung als auch bei der Übertragung und ist damit ein grundlegender Baustein moderner IT-Systeme.

Geschichte von Encryption

Die Idee der Verschlüsselung ist deutlich älter als moderne Computertechnik. Bereits in der Antike wurden einfache Verfahren genutzt, um militärische oder politische Nachrichten geheim zu halten. Mit dem Aufkommen mechanischer und später elektronischer Rechensysteme entwickelte sich Encryption zu einer wissenschaftlich fundierten Disziplin. Besonders im 20. Jahrhundert führten militärische Anforderungen zu komplexen kryptografischen Verfahren. Heute ist Encryption nicht mehr auf Spezialanwendungen beschränkt, sondern integraler Bestandteil alltäglicher Technologien wie Online-Banking, E-Mail-Kommunikation und Cloud-Diensten.

Verfahren der Ecryption

Symmetrische Verfahren

Symmetrische Verschlüsselungsverfahren nutzen denselben Schlüssel für das Ver- und Entschlüsseln von Daten. Sie sind vergleichsweise ressourcenschonend und ermöglichen eine schnelle Verarbeitung großer Datenmengen. Aus diesem Grund werden sie häufig für die Absicherung von Massendaten eingesetzt. Die zentrale Herausforderung besteht im sicheren Austausch des Schlüssels zwischen den beteiligten Parteien. Wird dieser kompromittiert, ist die Vertraulichkeit der gesamten Kommunikation gefährdet.

Asymmetrische Verfahren

Asymmetrische Verfahren arbeiten mit zwei mathematisch verknüpften Schlüsseln. Der öffentliche Schlüssel dient zur Verschlüsselung, während der private Schlüssel für die Entschlüsselung benötigt wird. Dieses Prinzip erleichtert den sicheren Schlüsselaustausch erheblich, da der öffentliche Schlüssel ohne Risiko verteilt werden kann. Der höhere Rechenaufwand macht asymmetrische Verfahren jedoch weniger geeignet für große Datenmengen, weshalb sie meist ergänzend eingesetzt werden.

Hybride Ansätze

In der Praxis werden häufig hybride Konzepte verwendet, die symmetrische und asymmetrische Verfahren kombinieren. Zunächst wird mithilfe eines asymmetrischen Verfahrens ein sicherer Kanal aufgebaut, über den anschließend ein symmetrischer Schlüssel ausgetauscht wird. Die eigentliche Datenübertragung erfolgt dann symmetrisch. Dieses Vorgehen verbindet Sicherheit und Effizienz und hat sich als Standard in vielen IT-Protokollen etabliert.

4 Typische Einsatzbereiche von Encryption

1. DATENÜBERTRAGUNG ÜBER NETZWERKE

Verschlüsselung schützt Daten, die über öffentliche oder private Netzwerke übertragen werden. Sie verhindert, dass Inhalte während der Übertragung mitgelesen oder manipuliert werden können. Besonders in offenen Netzwerken ist dieser Schutz essenziell, da dort zahlreiche potenzielle Angriffsflächen bestehen. Ohne Encryption könnten sensible Informationen wie Zugangsdaten oder vertrauliche Inhalte leicht abgefangen werden.

2. DATENSPEICHERUNG UND ARCHIVIERUNG

Gespeicherte Informationen auf Servern, Endgeräten oder in Cloud-Umgebungen werden verschlüsselt, um sie bei Verlust, Diebstahl oder unbefugtem Zugriff zu schützen. Dadurch bleibt der Informationsgehalt selbst dann verborgen, wenn physischer Zugriff auf das Speichermedium besteht. Insbesondere bei langfristiger Archivierung sensibler Daten ist Encryption ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Sie reduziert das Risiko, dass historische Datenbestände nachträglich kompromittiert werden.

3. E-MAIL-KOMMUNIKATION

Encryption sichert vertrauliche Inhalte von E-Mails und verhindert, dass Dritte Nachrichten lesen oder verändern können. Sie schützt sowohl den Textinhalt als auch angehängte Dateien vor unbefugtem Zugriff. Da E-Mails häufig über mehrere Zwischenstationen übertragen werden, ist dieser Schutz besonders relevant. Ohne Verschlüsselung könnten sensible Informationen auf dem Übertragungsweg leicht offengelegt werden.

4. WEB- UND ANWENDUNGSSICHERHEIT

Webanwendungen nutzen Verschlüsselung, um Benutzerdaten, Sitzungsinformationen und Transaktionen abzusichern. Dadurch wird verhindert, dass Angreifer vertrauliche Daten während der Nutzung einer Anwendung abfangen. Encryption trägt außerdem dazu bei, das Vertrauen der Nutzer in digitale Dienste zu stärken. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für sichere Online-Angebote.

Schlüsselmanagement

Schlüsselmanagement ist ein entscheidender Faktor für die Sicherheit verschlüsselter Systeme. Es umfasst die Erzeugung, Speicherung, Verteilung, Nutzung, Erneuerung und Löschung kryptographischer Schlüssel. Selbst starke Verschlüsselungsverfahren verlieren ihre Schutzwirkung, wenn Schlüssel unsachgemäß behandelt werden. Unsichere Ablageorte, fehlende Zugriffsbeschränkungen oder zu lange Gültigkeitszeiträume erhöhen das Risiko eines Missbrauchs erheblich. Professionelles Schlüsselmanagement stellt sicher, dass nur autorisierte Systeme und Personen Zugriff auf Schlüssel erhalten. Zudem unterstützt es die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und reduziert Sicherheitsrisiken im laufenden Betrieb.

Fazit

Encryption ist heute kein optionales Sicherheitsmerkmal mehr, sondern eine grundlegende Voraussetzung für den zuverlässigen Betrieb digitaler Systeme. Sie schützt Daten vor unbefugtem Zugriff, unabhängig davon, ob diese übertragen, gespeichert oder verarbeitet werden, und ermöglicht damit sichere Kommunikation und stabile Geschäftsprozesse. In einer Zeit, in der Informationen einen hohen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wert besitzen, stellt Verschlüsselung sicher, dass sensible Inhalte nicht beliebig ausgelesen oder missbraucht werden können.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Encryption allein keine vollständige Sicherheit garantiert. Ihre Wirksamkeit hängt maßgeblich von korrekter Implementierung, konsequentem Schlüsselmanagement und der Einbettung in ein ganzheitliches Sicherheitskonzept ab. Nur im Zusammenspiel mit organisatorischen Maßnahmen, klaren Prozessen und weiteren technischen Schutzmechanismen entfaltet sie ihr volles Potenzial. Damit bleibt Encryption ein zentrales, aber nicht isoliertes Element moderner IT-Sicherheitsstrategien.

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