D2D

D2D (Disk-to-Disk Backup) bezeichnet eine Datensicherungsmethode, bei der Daten von einem Speichersystem direkt auf ein anderes Festplattensystem gesichert werden.

Was bedeutet D2D?

D2D (Disk-to-Disk Backup) ist eine Backup-Strategie, bei der Daten von einem produktiven System auf ein separates Festplattenspeichersystem übertragen werden. Im Gegensatz zu älteren Sicherungsverfahren, bei denen Daten häufig auf Bandlaufwerke gesichert wurden, erfolgt beim Disk-to-Disk Backup die Speicherung ausschließlich auf Festplatten. Diese Methode ermöglicht schnellere Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse, da der Zugriff auf Festplattensysteme deutlich schneller erfolgt als auf magnetische Bandmedien. D2D ist daher besonders geeignet für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Wiederherstellungsgeschwindigkeit.

Historische Entwicklung und Abgrenzung zu Band-Backups

Früher wurden Datensicherungen überwiegend auf Bandmedien durchgeführt. Diese Methode war kosteneffizient, jedoch vergleichsweise langsam bei der Wiederherstellung.

  • TAPE-BASIERTE SICHERUNG
    Daten werden sequenziell auf Magnetbändern gespeichert, was längere Zugriffszeiten verursacht.
  • DISK-TO-DISK BACKUP
    Daten werden auf Festplattensysteme geschrieben, wodurch schnellere Lese- und Schreibzugriffe möglich sind.
  • HYBRIDE MODELLE
    Kombination aus D2D und anschließender Auslagerung auf Band oder Cloud zur Langzeitarchivierung.

Die Einführung von Disk-to-Disk Backup markierte einen bedeutenden Fortschritt in Bezug auf Performance und Flexibilität.

Funktionsweise von Disk-to-Disk Backup

Beim D2D-Verfahren werden Daten regelmäßig oder kontinuierlich von Produktionssystemen auf ein dediziertes Backup-Speichersystem übertragen. Dies kann innerhalb desselben Rechenzentrums oder über ein Netzwerk erfolgen. Moderne Disk-to-Disk-Backup-Lösungen nutzen inkrementelle Sicherungen, Deduplizierung und Komprimierung, um Speicherplatz effizient zu nutzen. Die gesicherten Daten werden versioniert abgelegt, sodass frühere Zustände bei Bedarf wiederhergestellt werden können.

Die 4 technischen Komponenten

1. BACKUP-SERVER

Koordiniert Sicherungsprozesse und verwaltet Zeitpläne sowie Richtlinien.

2. FESTPLATTEN-SPEICHERSYSTEME

Speichern die gesicherten Daten in strukturierter Form und ermöglichen schnellen Zugriff.

3. NETZWERKINFRASTRUKTUR

Überträgt die Daten vom Produktionssystem zum Backup-Ziel.

4. SICHERUNGSSOFTWARE

Steuert Backup-Jobs, Versionierung und Wiederherstellungsprozesse.

Einsatzbereiche von Disk-to-Disk Backup

D2D wird häufig in Unternehmen eingesetzt, die schnelle Wiederherstellungszeiten benötigen. Besonders in produktionsnahen Umgebungen, bei Datenbanken oder virtualisierten Infrastrukturen bietet Disk-to-Disk Backup erhebliche Vorteile. Auch als erste Sicherungsstufe innerhalb mehrstufiger Backup-Strategien ist D2D verbreitet.

Wirtschaftliche Betrachtung

Festplattenspeicher war früher kostenintensiver als Bandlösungen, ist jedoch durch technologische Fortschritte deutlich günstiger geworden. Disk-to-Disk Backup reduziert Wiederherstellungszeiten und minimiert dadurch potenzielle Ausfallkosten. Dennoch kann bei großen Datenmengen zusätzlicher Speicherbedarf entstehen, weshalb eine sorgfältige Kapazitätsplanung erforderlich ist.

Die 4 größten Vorteile von D2D

1. SCHNELLE WIEDERHERSTELLUNG

Der Zugriff auf Festplatten ermöglicht deutlich kürzere Wiederanlaufzeiten im Vergleich zu bandbasierten Sicherungen.

2. HÖHERE AUTOMATISIERUNG

Disk-to-Disk Backup lässt sich leicht in automatisierte Prozesse integrieren, wodurch manuelle Eingriffe reduziert werden.

3. FLEXIBLE VERSIONIERUNG

Mehrere Sicherungsstände können effizient gespeichert und bei Bedarf gezielt wiederhergestellt werden.

4. VERBESSERTE INTEGRATION

D2D lässt sich gut mit Virtualisierungs- und Cloud-Umgebungen kombinieren.

Herausforderungen bei der Implementierung

Ein D2D-System erfordert ausreichende Speicherkapazität und Netzwerkbandbreite. Zudem muss sichergestellt werden, dass das Backup-System selbst gegen Ausfälle oder Cyberangriffe geschützt ist. Ohne zusätzliche Auslagerung besteht das Risiko, dass bei einem Standortausfall sowohl Produktions- als auch Sicherungsdaten betroffen sind.

Sicherheitsaspekte bei D2D

Da sich Backup- und Produktionssystem häufig im selben Rechenzentrum befinden, ist eine zusätzliche Absicherung notwendig. Zugriffsbeschränkungen, Verschlüsselung und regelmäßige Integritätsprüfungen sind essenziell. Ohne externe Kopien besteht das Risiko, dass bei einem Standortausfall oder Cyberangriff sowohl Originaldaten als auch Sicherungen betroffen sind. Daher wird Disk-to-Disk Backup oft mit Offsite-Strategien kombiniert.

Integration in moderne Backup-Strategien

Disk-to-Disk Backup wird häufig als Bestandteil einer mehrstufigen Sicherungsstrategie eingesetzt. Beispielsweise können Daten zunächst per D2D gesichert und anschließend in eine Cloud- oder Offsite-Umgebung repliziert werden. Diese Kombination erhöht die Ausfallsicherheit und verbessert die Wiederherstellungsoptionen.

Fazit

Disk-to-Disk Backup ist eine leistungsfähige Datensicherungsmethode, die schnelle Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse ermöglicht. Durch die Speicherung auf Festplattensystemen bietet Disk-to-Disk Backup hohe Flexibilität, Automatisierung und Integration in moderne IT-Umgebungen. Für eine umfassende Datensicherheit sollte D2D jedoch in eine ganzheitliche Backup-Strategie eingebunden werden.

Mit zunehmender Speicherkapazität und steigender Performance moderner Festplattensysteme bleibt D2D ein wichtiger Bestandteil von Backup-Strategien. Technologien wie Flash-Speicher und softwaredefinierte Speicherlösungen erweitern die Möglichkeiten zusätzlich. Disk-to-Disk Backup entwickelt sich zunehmend in Richtung integrierter, automatisierter Sicherungskonzepte mit hoher Skalierbarkeit.

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