D2C

D2C (Disk-to-Cloud) bezeichnet eine Backup-Strategie, bei der Daten zunächst lokal auf Festplatten gesichert und anschließend in eine Cloud-Umgebung übertragen werden.

Was bedeutet D2C?

D2C (Disk-to-Cloud) ist ein mehrstufiges Sicherungskonzept, bei dem Daten zunächst auf einem lokalen Festplattensystem gespeichert und anschließend automatisiert in eine Cloud-Umgebung repliziert werden. Dieses Verfahren kombiniert die Geschwindigkeit lokaler Disk-Sicherungen mit der geografischen Trennung und Skalierbarkeit von Cloud-Speicher. Ziel von Disk-to-Cloud ist es, schnelle Wiederherstellungsmöglichkeiten vor Ort bereitzustellen und gleichzeitig eine externe Sicherung für Katastrophenszenarien zu gewährleisten. D2C verbindet somit Performance und Ausfallsicherheit in einem integrierten Ansatz.

Architektur und Funktionsweise

Im ersten Schritt werden Daten von Produktionssystemen auf ein lokales Backup-Speichersystem übertragen. Dieses System speichert Sicherungskopien versioniert und ermöglicht schnellen Zugriff im internen Netzwerk. Anschließend repliziert die Sicherungssoftware die Daten in eine Cloud-Umgebung. Die Replikation erfolgt häufig inkrementell, sodass nur geänderte Datenblöcke übertragen werden. Moderne Disk-to-Cloud-Lösungen nutzen Verschlüsselung, Deduplizierung und Komprimierung, um Bandbreite zu optimieren und Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. In der Cloud werden die Daten in hochverfügbaren Speichersystemen abgelegt und nach definierten Aufbewahrungsrichtlinien verwaltet.

Die 4 zentralen Komponenten

1. LOKALES BACKUP-SYSTEM

Speichert Sicherungskopien auf Festplatten und ermöglicht schnelle Wiederherstellung im lokalen Netzwerk.

2. CLOUD-SPEICHERDIENST

Nimmt replizierte Sicherungen auf und stellt geografische Redundanz sowie hohe Skalierbarkeit bereit.

3. SICHERUNGSSOFTWARE

Koordiniert Sicherungspläne, Replikationsprozesse und Wiederherstellungsoptionen.

4. NETZWERKVERBINDUNG

Überträgt Daten vom lokalen System in die Cloud und beeinflusst Geschwindigkeit sowie Effizienz der Replikation.

Erweiterte Funktionsweise und Optimierung

Disk-to-Cloud-Strategien können durch Richtlinien gesteuert werden, die definieren, welche Daten lokal verbleiben und welche in die Cloud repliziert werden. Häufig werden aktuelle Sicherungen lokal vorgehalten, während ältere Versionen primär in der Cloud gespeichert werden. Dieses Tiering-Konzept reduziert lokalen Speicherbedarf und optimiert Kosten. Zusätzlich können Wiederherstellungsprozesse priorisiert werden, sodass besonders kritische Systeme bevorzugt repliziert oder schneller verfügbar gemacht werden.

Einsatzbereiche von Disk-to-Cloud

D2C wird häufig in mittelständischen und großen Unternehmen eingesetzt, die sowohl schnelle Wiederherstellungszeiten als auch externe Datensicherung benötigen. Besonders geeignet ist das Verfahren für virtuelle Umgebungen, Datenbanken und geschäftskritische Anwendungen. Auch im Rahmen von Disaster-Recovery-Strategien spielt Disk-to-Cloud eine zentrale Rolle.

Sicherheitsaspekte

Bei Disk-to-Cloud ist die Absicherung der Datenübertragung besonders wichtig. Verschlüsselung während des Transports und im Ruhezustand schützt sensible Informationen. Zusätzlich sollten Zugriffskontrollen und mehrstufige Authentifizierungsverfahren implementiert werden. Da Cloud-Daten extern gespeichert werden, sind vertragliche Regelungen und Compliance-Anforderungen zu berücksichtigen.

Die 4 größten Vorteile von D2C

1. SCHNELLE LOKALE WIEDERHERSTELLUNG

Durch die lokale Festplattensicherung können Daten schnell wiederhergestellt werden, ohne auf Cloud-Downloads warten zu müssen.

2. GEOGRAFISCHE REDUNDANZ

Die zusätzliche Speicherung in der Cloud schützt vor Standortausfällen, Naturkatastrophen oder physischen Schäden am Rechenzentrum.

3. SKALIERBARKEIT

Cloud-Speicher kann flexibel an wachsende Datenmengen angepasst werden, ohne lokale Hardware erweitern zu müssen.

4. KOSTENEFFIZIENZ

Unternehmen kombinieren lokale Performance mit nutzungsbasierter Cloud-Abrechnung und vermeiden hohe Investitionen in Offsite-Infrastruktur.

Wirtschaftliche Betrachtung

Disk-to-Cloud reduziert Investitionen in eigene Offsite-Standorte, da die Cloud als externe Sicherungsebene dient. Gleichzeitig entstehen laufende Kosten für Cloud-Speicher und Datenübertragung. Eine sorgfältige Planung von Aufbewahrungsrichtlinien und Datenvolumen ist notwendig, um langfristige Kosten zu kontrollieren.

Herausforderungen bei der Implementierung

Die Bandbreite der Internetverbindung kann zum Engpass werden, insbesondere bei großen Datenmengen oder Vollsicherungen. Zudem müssen Wiederherstellungszeiten aus der Cloud realistisch bewertet werden. Eine klare Definition von Sicherungsintervallen und Prioritäten ist notwendig, um Performance und Kosten in Einklang zu bringen.

Integration in mehrstufige Backup-Strategien

Disk-to-Cloud ist häufig Bestandteil einer 3-2-1-Backup-Strategie, bei der mehrere Kopien auf unterschiedlichen Medien und an getrennten Standorten gespeichert werden. D2C kombiniert lokale Disk-Sicherung mit Cloud-Redundanz und erhöht dadurch die Resilienz der gesamten IT-Infrastruktur.

Fazit

D2C (Disk-to-Cloud) verbindet schnelle lokale Datensicherung mit externer Cloud-Redundanz. Die Kombination aus Performance, Skalierbarkeit und geografischer Absicherung macht Disk-to-Cloud zu einem leistungsfähigen Bestandteil moderner Backup-Strategien. Eine sorgfältige Planung von Sicherheit, Bandbreite und Kosten ist jedoch entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Mit wachsender Cloud-Akzeptanz und steigender Bandbreite gewinnt Disk-to-Cloud weiter an Bedeutung. Automatisierte Replikationsmechanismen, intelligente Speicheroptimierung und integrierte Sicherheitsfunktionen erweitern kontinuierlich die Möglichkeiten dieses Ansatzes. D2C entwickelt sich zunehmend zu einem Standardverfahren moderner Backup-Architekturen.

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